Zusammenarbeit mit den Eltern

Die Eltern bleiben die Hauptbezugspersonen für ihr Kind, auch wenn es während der meisten Zeit seines Wachseins von einer anderen Person betreut wird. Sie sind die Experten für ihr Kind. Daher haben die Eltern auch für mich in der Kindertagespflege eine wichtige Bedeutung. Von den Eltern erfahre ich alles, was ich brauche, um mit dem Kind optimal umgehen zu können.

Natürlich habe ich auch einen eigenen Blick auf die Kinder, versuche aber auch, das Kind einmal mit den Augen der Eltern anzuschauen.

Es kommt ja nicht nur das kleine Kind in die Tagespflege, sondern mit ihm sein gesamtes Umfeld, in dem es lebt und das in ihm lebt, da das kleine Kind ja seinem Umfeld gegenüber noch völlig offen ist. Um das Kind in seinem Wesen zu erkennen ist es wichtig, seine Familie als Schicksalsgemeinschaft zu verstehen, in dem jedes Mitglied auf das Gefüge dieser Gemeinschaft einwirkt und es somit zu einem bestimmten Verhalten eines Einzelnen kommen kann, so auch bei dem zu betreuenden Kind.

Von Michaela Glöckler habe ich dazu gelesen: „ Wenn wir über Kleinkinderbetreuung in den ersten drei Lebensjahren sprechen, dürfen wir die Kinder ohne ihre Eltern nicht einmal denken. Es wäre bereits eine Kränkung, wenn wir die Eltern, sobald sie ihre Kinder an der Tür abgegeben haben, aus dem Bewusstsein verlieren würden.“ (Michaela Glöckler – Die Würde des kleinen Kindes“)

Ich möchte die Eltern so gut es geht an dem Alltag ihrer Kinder in der Kindertagespflege teilhaben lassen. Sie verzichten ja den gesamten Arbeitstag darauf, Erfahrungen die ihre Kinder bei mir machen, mit ihnen zu teilen. Da ich meine Arbeit als Erziehungspartnerschaft mit den Eltern verstehe, bin ich mit den Eltern im ständigen Gespräch.

Dies kann, wenn es um alltägliche Dinge geht - wie hat es geschlafen, was und wie viel hat es gegessen, war etwas besonderes - kurz beim Abgeben und Abholen geschehen. Längere Gespräche, über das Kind führe ich nicht im Beisein des Kindes, insbesondere wenn es um Probleme geht. Auch Kleinkinder spüren, wenn über sie gesprochen wird, auch wenn sie den Wortlaut noch nicht verstehen.

So versuche ich regelmäßig Zeit zu finden, mit jedem Elternteil regelmäßig ausführlicher zu sprechen. Entweder haben die Eltern ab und zu die Möglichkeit etwas früher, wenn die Kinder noch schlafen zu kommen, oder man muss zur Not auch mal telefonieren. Wenn es gravierende Probleme gibt, bestehe ich natürlich auf ein persönliches Treffen, außerhalb der Betreuungszeit. Ich habe auch die Möglichkeit, Hilfe von meinem Fachdienst, der AWO zu bekommen, wenn ich bei einem Problem nicht weiterkomme.

 

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